bevor das Jahr zu Ende geht...
... sollte ich mich vielleicht doch nochmal melden!
Hatte einen superschönen Wanderurlaub im Elbsandsteingebirge, jetzt hat mich die Arbeit seit ein paar Wochen wieder und nach einer Woche Arbeit meinte eine Kollegin zu einer anderen, dass meine Urlaubsgelassenheit wohl wieder aufgebraucht sei... tja, so bin ich ;-)
Filme werden glaube ich immer noch im Kino gezeigt, diese z.T. n9cht mehr, weil ich wie fast immer in letzter Zeit was spät dran bin...
Selbst ist die Braut:
Typische Sandra Bullock Komödie, da ich diese Schauspielerin mag, war mir die Geschichte ohne jegliche Überraschungen egal, sie spielt eine zickige Chefin, die ausgewiesen werden soll und ihren Assistenten kurzerhand zwingt, sie zu heiraten, als Verlobte düsen sie dann zu seinen Eltern, was natürlich für einige Verwicklungen sorgt und der Typ vom, äh, Einwohnermeldeamt oder so glaubt an eine angehende Scheinehe, blablabla.
Wiegesagt, null Überraschungen, mit Ryan Reynolds für mich eine nicht wirklich attraktiv besetzte Männerrolle, aber er kann immerhin trottelig gucken, Sandra Bullock's Szenen mit dem Hund sind zum Schießen, war nett, kann man sich aber getrost auf DVD angucken.
Beim Leben meiner Schwester:
Anna wurde gezeugt, damit sie ihrer krebskranken Schwester auch als Ersatzteillager dienen soll. Mit 11 weigert sich Anna, ihre Niere herzugeben und schaltet einen Anwalt ein, der ihr das Recht verschaffen soll, über ihren Körper selbst entscheiden zu können (da sie erst 11 ist, ist das eher ungewöhnlich).
Interessante Ausgangssituation. Man kann ein Rührstück draus machen oder halt nicht. Der Film hat viele gute Ansätze. So wird z.B. jeweils ein kleines Stück aus der Sicht der einzelnen Familienmitglieder erzählt. Es wird erzählt, wie das Leben der kranken Kate verläuft, aber auch, wie sich ihre Krankheit auf das Leben der anderen auswirkt. Z.B. übersehen die Eltern anfangs völlig, dass ihr Sohn Legastheniker ist, weil sie sich so sehr auf Kate konzentrieren. Aber auch die Mutter hört eigentlich auf, ihr Leben zu leben, bzw. wird das Leben ihrer Tochter zu ihrem Leben und so unsympathisch hart die Mutter oft scheint- ohne ihren Kampfgeist wäre Kate schon lange nicht mehr am Leben. Die Ansätze sind super, die Ausführung ist teilweise seicht geraten, allerdings muss das auch an der Romanvorlage liegen. Als ich erfahren habe wie der Roman endet und wie sie im Gegensatz dazu das Ende im Film gewählt haben, konnte ich nur respektvoll nicken. Leider ist es kein wirklicher Indie-Film, die hätten sich mehr getraut. Mir war's teilweise zu viel was noch hier und da eine Nebenfigur an Tragischem erlebt hat. Definitif ein Taschentuchfilm, eher was für Mädels. Witzig war's aber auch irgendwie: Wir waren mit fünf Mädels von der Arbeit im Kino, die beiden außen-sitzenden (Katrin und ich) kamen trockenen Fußes wieder aus dem Kino, die drei Mädels in unserer Mitte haben Rotz und Wasser geheult ;-)
Vielleicht bin ich doch nicht so sentimental, wie ich immer dachte...
District 9:
Ein Low-Budget-SF-Film, der in den USA ein Überraschungshit war.
Vor 20 Jahren ist über Johannisburg ein UFO stehengeblieben. Als sich wochenlang nichts rührte, sind die Menschen rein und haben dort viele (ich glaube mehrere 100.000) unterernährte Aliens gefunden, sie in einen dafür hergerichteten Bezirk (District 9) gebracht und aufgepeppelt. Heute sollen die Aliens umgesiedelt werden, da es immer mal wieder zu Zwischenfällen kommt, es sind halt Aliens und die Menschen haben (teilweise zu Recht, teilweise zu Unrecht) Angst vor ihnen. Gangs treiben ihr Spiel mit den Aliens und auch Regierungen wollen gerne die Waffentechnologie benutzen können, die ist allerdings auf die Alien-DNA codiert (also nur ein Alien kann eine Alienwaffe abfeuern, bei einem Menschen würde sich nichts rühren). Die Umsiedlung hat ein etwas unbeholfen wirkender Mann in der Hand, der sich dabei mit einem Virus infiziert...
Ich hatte keine Ahnung, ob der Film in die Horror Richtung gehen würde, war dann mit Micha auch noch in einer Spätvorstellung (erste Ansage im Hauskreis war: heute müssen wir spätestens um 22.30h Schluß machen, da Barbara und Micha ins Kino wollen ;-)) und hoffte, dass es nicht so schlimm werden würde. Ist zum Glück kein Horrorfilm!! Es gibt zwar ein paar eklige Szenen (solche Fingernagelszenen finde ich echt übel) und es wurden sicherlich viele Melonen geschrottet (man sieht nicht nur einmal einen Kopf in die Luft fliegen), aber der Film ist nicht nur Action sondern auch Sozialdrama. Es geht um Slums und wir Menschen sind nicht die netten. Sehr interessante Mischung! Auch wenn der Film teilweise actionreich ist- wer auf cool gestylte Action hofft, wird enttäuscht sein, wer Sozialdramen und kritische Untertöne mag, wird erstaunt sein! Erzählt wir der Film auf fast halbdokumentarische Weise. Irgendwie sehenswert!

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